Die Matura gilt für viele Schülerinnen und Schüler als die stressigste Zeit ihrer Schulkarriere. Wochenlanges Lernen, Prüfungsdruck und die Angst vor dem Scheitern sorgen oft für schlaflose Nächte. Doch ist die Matura wirklich so schlimm, wie viele behaupten?
Lernen mit System
Maria begann etwa drei Wochen vor der Mathematik-Matura intensiv zu lernen und investierte täglich rund eineinhalb Stunden. Für Deutsch und Englisch benötigte sie deutlich weniger Vorbereitungszeit. „Deutsch und Englisch sind Fächer, die man über Jahre hinweg aufbaut und verinnerlicht. Deshalb war der akute Lernaufwand geringer“, erklärt sie.
Beim Lernen setzt sie vor allem auf Ruhe, wenn auch nicht ganz. „Ich lerne lieber alleine, aber im Wohnzimmer, damit etwas um mich herum los ist.“ Außerdem findet sie es hilfreich, den Lernort zwischendurch zu wechseln, um motiviert zu bleiben.
Stress erst kurz vor der Prüfung
Überraschend war für sie vor allem der vergleichsweise geringe Stress. „Erstaunlicherweise habe ich gar nicht so viel Stress gehabt“, erzählt Maria. Erst in der letzten Woche vor den Prüfungen wurde die Nervosität stärker. „Da habe ich auch schlechter geschlafen und mehr Angst gehabt.“
Trotzdem sei es wichtig, einen geregelten Schlafrhythmus beizubehalten und sich nicht nur auf die Schule zu konzentrieren. Besonders wichtig sei ein Ausgleich zum Lernen, etwa durch Freunde, Sport oder Freizeit.
„Nur halb so schlimm“
Am meisten Sorgen machte ihr Mathematik. Rückblickend sieht sie das Fach jedoch entspannter: „Zu Mathe kann ich sagen, dass es einfacher wird, weil alle Themen gemischt kommen und man eigentlich immer etwas kann.“
Generell habe sie sich die Matura viel schwieriger vorgestellt. „Rückblickend war es eher wie drei Schularbeiten knapp hintereinander.“
Wenn sie beim Lernen einmal nicht weiterkam, machte sie zuerst eine Pause. Danach fragte sie entweder ihre Eltern oder Mitschüler um Hilfe. „Es ist wichtig, dass man nicht aufgibt und nach Lösungen sucht“, sagt sie.
Motivation durch die Freiheit danach
Für zukünftige Maturantinnen und Maturanten hat Maria ebenfalls einen Rat: „Nicht aufgeben und sich alte Maturen anschauen. So bekommt man ein Gefühl für die Aufgabenstellungen.“
Besonders motiviert habe sie die Aussicht auf die Zeit danach. „Mich hat motiviert, dass das Ende abzusehen war und danach die Freiheit wartet.“
Maria zeigt: Die Matura kann zwar stressig sein, ist aber oft weniger schlimm als erwartet. Mit guter Vorbereitung, ausreichend Pausen und der richtigen Motivation lässt sich die Herausforderung bewältigen.
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