Die geheime Türe

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25.02.2026
2 Min.
Manche Türen sollte man vielleicht lieber nicht öffnen. (Foto: pexels)

Es war einmal ein 14-jähriges Mädchen namens Nina.

Nina musste für einen Vokabeltest lernen, weil sie die Vokabeln noch nicht so gut konnte. Es war schon 17:30 Uhr, als sie eine Pause machen wollte.

Sie hatte sich schon immer gefragt, was sich hinter der Tür im Schrank verbirgt, weil ihre Mama immer gesagt hatte, dass sie diese Tür nicht betreten darf. Sie wusste nie, warum sie das sagte, es war doch nur eine Tür. Nina wollte es aber trotzdem wissen.

Sie stand auf, ging in ihr Zimmer zum Schrank und wollte die Tür öffnen. „Na toll“, dachte sie, die Tür klemmte. Nina rüttelte daran und „Bang“, die Tür sprang auf. Nina flog auf den Boden, aber die Tür war offen.

Sie ging vorsichtig in den Raum, der sich hinter der Tür befand. Es war ein großer Raum mit viel Staub und vielen Schachteln. Neben Nina befand sich eine lange Schnur. Nina zog daran und ein kleines Licht, das an der Decke befestigt war, flackerte auf.

Nina ging weiter nach hinten und wollte wissen, was sich in den Schachteln befindet. Sie ging langsam auf die Schachteln zu. Auf einer stand „Familiengeheimnis“. Sie wischte den Staub von der Schachtel. Nina öffnete sie und darin waren ganz viele Jungsspielzeuge und ein Bild von einem kleinen Baby. Aber Nina hatte gar keine Geschwister. Und wenn doch, hätte ihre Mama ihr das erzählt, oder nicht?

Plötzlich hörte sie draußen ihre Zimmertür aufgehen und die Stimme ihrer Mutter. Sie kroch schnell aus dem Raum. Ihre Mutter stand fassungslos vor dem Schrank und brüllte los: „Ich habe dir 100-mal gesagt, dass du nicht in diesen Raum gehen sollst! Und warte, welche Schachtel hast du geöffnet?“

Nina antwortete: „Ehhhhhhh, die mit dem Familiengeheimnis. Und ich wollte fragen …“

Bevor sie fertigreden konnte, sagte ihre Mutter: „Alle Schachteln hättest du öffnen können, außer diese! Und ja, das Geheimnis ist, dass du einen älteren, verstorbenen Bruder hast, der in den Raum gegangen ist und dann nie wieder herausgekommen ist. Seine Spielsachen waren auf einmal auch da drinnen. Ich wollte gerade die Sachen verräumen, als sie alle verschwunden waren. Bitte versprich mir, du gehst nie wieder rein.“

„Versprochen, Mama.“

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