Der Regen fiel so laut auf das Dach der alten Berghütte, dass Elias kaum sein eigenes Atmen hörte. Draußen verschluckte der Nebel den Wald. Kein Handyempfang. Kein Strom. Nur das Knacken des Kamins und die Standuhr an der Wand.
Tick.
Tick.
Tick.
Um genau Mitternacht blieb die Uhr stehen.
Elias hob den Kopf. Gerade eben hatte sie noch funktioniert.
Dann klopfte es an der Tür.
Drei langsame Schläge.
Er erstarrte. Niemand konnte hier oben sein. Die nächste Straße lag zwölf Kilometer entfernt.
Wieder klopfte es.
„Hallo?“ rief er.
Keine Antwort.
Er griff nach der Taschenlampe und öffnete vorsichtig die Tür.
Niemand da.
Nur der Nebel.
Und Fußspuren im Schnee.
Barfuß.
Sie führten direkt zur Hütte … aber keine einzige Spur wieder weg.
Elias schluckte. Er wollte die Tür schließen, doch dann bemerkte er etwas.
Die Spuren waren nicht mehr draußen.
Sie waren jetzt hinter ihm.
Im Holzboden der Hütte zeichneten sich nasse Abdrücke ab. Einer nach dem anderen.
Langsam.
Knarrend.
Als würde jemand direkt auf ihn zugehen.
Die Taschenlampe flackerte.
Dann hörte er eine Stimme dicht an seinem Ohr.
„Du hättest die Tür nicht öffnen dürfen.“
Das Licht erlosch.
Und die Standuhr begann wieder zu ticken.
Schneller.
Immer schneller.
Bis plötzlich ein neuer Schlag erklang.
Von draußen.
Drei langsame Klopfer an der Tür.
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