Viele von euch fragen sich vielleicht, ob eure Stimme bei einer Wahl wirklich etwas verändert. Auf Social Media tauchen oft Videos auf, in denen Menschen behaupten, Wählen bringe nichts. Ich sehe das anders. Wer wählen geht, kann mitentscheiden, in welche Richtung sich ein Land entwickelt.
Im Gespräch mit Laurenz Ennser-Jedenastik von der Universität Wien ging es um Populismus und politische Beteiligung. Der Politikwissenschaftler erforscht, wie Politik funktioniert und warum Menschen bestimmte Parteien unterstützen.
Was Populismus bedeutet
Laurenz Ennser-Jedenastik erklärt: „Populismus ist eine Sicht auf die Welt, nach der der entscheidende Konflikt der zwischen einer bösen, korrupten Elite und einem sogenannten wahren Volk ist, das von dieser Elite hintergangen wird.“
Manche Parteien greifen solche Vorstellungen auf, um Wählerinnen und Wähler zu überzeugen. Oft präsentieren sie einfache Antworten auf schwierige politische Fragen.
Warum jede Stimme zählt
Eine einzelne Stimme entscheidet nur selten allein über das Ergebnis einer Wahl. Trotzdem gehen Millionen Menschen wählen. Gemeinsam können sie politische Entscheidungen beeinflussen und Veränderungen anstoßen.
Deshalb zählt jede Stimme. Erst die Summe vieler Stimmen entscheidet darüber, welche Parteien regieren und welche Themen in der Politik mehr Aufmerksamkeit erhalten.
Politik beginnt im Alltag
Ich finde es wichtig, dass junge Menschen ihre Meinung einbringen. Wenn mehr von euch wählen gehen, erhalten eure Anliegen und Wünsche mehr Gewicht.
Politik findet nicht nur im Parlament statt. Auch in der Schule, im Verein oder in der Gemeinde könnt ihr euch engagieren und Veränderungen anstoßen. Deshalb bin ich überzeugt: Meine Stimme zählt, und eure Stimmen zählen ebenfalls.
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