Zwischen all den opulenten TikTok-Rezepten, die aussehen, als bräuchte man dafür eine Profi-Küche und einen freien Nachmittag, gibt es einen Trend, den ich für völlig unterschätzt halte: den einfachen, ehrlichen Tassenkuchen. Ja, genau den mit vier Esslöffel Mehl, zwei Esslöffel Öl, etwas Kakao, Milch dazu, verrühren, ab in die Mikrowelle. Fertig. Klingt banal? Ist es auch. Und gerade deshalb liebe ich ihn.
Ich habe diesen kleinen Kuchen inzwischen so oft gemacht, dass ich die Mengen nicht mehr abmesse. Es ist eine Art Dessert-Notfallplan, immer da, immer bereit, immer gut. Und trotzdem taucht er in den sozialen Medien viel seltener auf als all die XXL-Cinnamon-Rolls oder hyperästhetischen Matcha-Drinks. Vielleicht, weil er zu schlicht wirkt. Vielleicht, weil er kein perfektes Schneidgeräusch macht. Vielleicht auch einfach, weil er ehrlich ist.
Der Tassenkuchen sollte viral gehen
Dabei hat dieser Winzling alles, was einen Trend verdient: Er ist simpel, er ist schnell, und er schmeckt überraschend intensiv, fast wie ein kleiner, warmer Schokoladen-Hug. Und das Beste: Man kann ihn pimpen, wie man will , ein Löffel Nutella in der Mitte, ein paar eingefrorene Beeren, ein Tropfen Vanille oder einfach nur Puderzucker oben drauf.
Ich finde, der Tassenkuchen sollte viral gehen. Nicht, weil er spektakulär aussieht, sondern weil er das bietet, was Food-Trends eigentlich ausmachen sollten: Spaß, Nähe, Alltagstauglichkeit und eine Portion Wärme, die man in weniger als einer Minute zaubern kann.
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