Der große Pariser Raub

Kommissar Huber ermittelt wie kein Zweiter. (Foto: RichardsDrawings/pixabay)

Mitten in der Nacht lag Paris in stiller Ruhe. Niemand hörte, wie eine vermummte Person sich an der Fensterscheibe zu schaffen machte. Am nächsten Morgen bekam der Museumsdirektor einen Schreck: Alle antiken Schmuckstücke waren weg. Er rief sofort die Polizei, die kurze Zeit später mit Blaulicht und Sirene am Tatort eintraf.

Kommissar Huber betrachtete den Tatort und wusste sofort, dass es sich um einen Amateur handelte. Die Scheibe war einfach mit einem Hammer eingeschlagen worden, und der Täter hatte den Hammer am Tatort liegengelassen. Seltsamerweise war der Alarm nicht ausgelöst worden, und auch die Kameras hatten keine Aufzeichnungen gemacht. Der Direktor des Museums erklärte, dass er die Alarmanlage kürzlich abschalten musste, weil dem Museum das Geld ausging.

Kommissar Huber fragte, wer von der abgeschalteten Alarmanlage wusste. Der Direktor gab an, dass nur er und seine Putzhilfe Matilda darüber informiert waren. Huber ließ die Putzhilfe zu sich rufen und fragte sie, wo sie in der vergangenen Nacht gewesen sei. Sie antwortete, dass sie mit einer Freundin einen Film gesehen hatte und somit ein Alibi hatte. Um das zu bestätigen, rief sie ihre Freundin an, die das Alibi bestätigte.

Huber war noch immer verwirrt und beschloss, sich weiter über das Museum zu informieren. Dabei stellte er fest, dass die Besucherzahlen in den letzten zwei Jahren stark gesunken waren. Er prüfte, ob das Museum eine Versicherung hatte – und das war der Fall. Zehn Minuten später rief er bei Franzis-Versicherungen an. Die Dame, die abnahm, wusste bereits von dem Raub und sagte, dass der Direktor schon das Geld erhalten habe – fast 1 Million Euro!

Zeitgleich erhielt er die Information, dass das Museum zum Verkauf stand. Nun war sich Kommissar Huber sicher, wer hinter dem Raub steckte. Er rief den Direktor an, doch die Nummer war nicht mehr erreichbar. Stattdessen bekam er die Information, dass sich der Direktor in der Nähe des Hafens aufhielt. Huber machte sich sofort auf den Weg.

In seiner 69er Corvette brauste er zum Hafen und fand den Direktor gerade dabei, in ein Schiff zu steigen. Der Direktor wurde verhaftet und wegen Versicherungsbetrugs und Raubs angeklagt. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung fand die Polizei den gestohlenen Schmuck.

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