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Der Filter, den du nicht siehst

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Volontär · BRG Kufstein
01.10.2026
2 Min.

Du scrollst durch Instagram, siehst einen 17-Jährigen mit Sixpack und Oberarmen wie Melonen, und ohne dass du's willst, vergleichst du dich. Zwei Minuten später stehst du vorm Spiegel und fragst dich, was bei dir falsch läuft.

Bodybuilder (Foto: Bekhti Hichem)


Warum das mehr ist als nur Instagram

Fitness auf Social Media ist für viele von euch kein Zusatzthema, sondern Alltag. Über ein Drittel der Jugendlichen steuert gezielt Seiten von Fitness-Influencern an, zeigt eine Studie der Uni Witten/Herdecke. Was ihr dabei seht, ist aber fast nie die ganze Geschichte.

Was die Bilder verschweigen

Beim Recherchieren eines anderes Projektes bin ich auf eine Studie der FH St. Pölten gestoßen. Durchgeführt wurde sie mit sechs Schulen in Niederösterreich und Wien und im November 2025 veröffentlicht, hat genau das untersucht: wie der Fitspiration-Trend das Körperbild von Teenagern verändert. Das Ergebnis: Viele der gezeigten Körper und Trainingsroutinen sind kaum erreichbar, trotzdem prägen sie, wie Jugendliche sich selbst sehen und bewerten. Da dieses Thema immer mehr an Relevanz gewinnt habe ich ein paar Kollegen von mir darüber befragt.

Echte Stimmen aus dem Umfeld

Felix erzählt von einem Video, in dem jemand zwanzig einarmige Klimmzüge zeigt, für ihn der Inbegriff von unrealistisch. Schlecht gefühlt hat er sich zuletzt beim Anblick von Melvin Brat.

Alessandro denkt an einen Post, in dem ein 15-Jähriger 200 Kilo auf der Bank drückt. Bei ihm war es die Form von Milan Litvinov, die ihn zweifeln ließ.

Maximilian erinnert sich an einen Account, der sich mit 110 Kilo und kaum Körperfett als "Naturalathlet" bezeichnet. Für ihn war es Lex Little.

Was die Forschung dazu sagt

Mario Heller von der FH St. Pölten, der die Studie mitleitet, sagt, der Druck durch Social-Media-Bilder gehöre für viele Jugendliche heute einfach zum Alltag, genau da wolle die Forschung ansetzen, um sie besser zu unterstützen.

Und jetzt?

Die wenigsten dieser Körper sind gelogen, die meisten sind einfach nicht die ganze Wahrheit. Die Frage ist nicht, ob du aufhören sollst zu scrollen. Die Frage ist, ob du beim nächsten Vergleich im Kopf behältst, was dir das Bild nicht zeigt.



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