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Wenn (nicht nur) die Periode das Portemonnaie belastet

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Volontärin · BRG 14 Linzer Straße
06.03.2026
2 Min.

Viele Dinge in unserem Alltag, die wir oft als selbstverständlich sehen, werden durch Steuern möglich, vom Bus- oder Zugticket bis zu Medikamenten oder Lebensmitteln. Ich habe selbst erlebt, wie teuer manche dieser Dinge sein können, und auch Freunde oder Bekannte spüren die Belastung täglich.

Binden und Tampons sind viel zu teuer. (Foto: Annika Gordon / unsplash)

Meine Bekannte Lena fährt immer wieder lange Strecken zur Arbeit. Sie erzählt mir oft, wie teuer die Tickets für Bus und Bahn sind, und dass sie manchmal überlegt, doch mit dem Auto zu fahren, weil es günstiger wirkt, wenn sie alles zusammensieht.

Wenn die Tickets günstiger wären, könnte Lena häufiger umweltfreundlich unterwegs sein, statt sich auf Autos zu verlassen. Ich finde es bewundernswert, wie sie trotzdem immer wieder die Öffis nutzt, und ich weiß, dass viele andere Menschen, die wie Lena auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, von niedrigeren Preisen profitieren würden.

Warum nur 5  Prozent Steuer auch für Fleisch fair wären

Dieses Jahr sinkt die Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse oder Milchprodukte von zehn auf etwa fünf Prozent, Fleisch bleibt jedoch ausgenommen. Beim Einkaufen fällt mir immer wieder auf, wie teuer Fleisch, besonders in Bio-Qualität, ist: Ein Schweineschnitzel kostet etwa 15 Euro, die Bio-Variante fast doppelt so viel. Wenn die Steuer gesenkt würde, könnte ich mir häufiger gesunde Lebensmittel leisten und gleichzeitig meine Familie entlasten. Gleichzeitig würde es mich motivieren, öfter Bio-Produkte auszuprobieren.

Soziale Gerechtigkeit durch Preissenkung bei Medikamenten

Ich kenne Familien, die regelmäßig hohe Summen für Medikamente ausgeben müssen, und habe erlebt, wie schwierig das werden kann. Wenn die Steuer für Arzneien von zehn auf Null Prozent sinkt, würde diese Entlastung direkt bei diesen Menschen ankommen. Auch ich selbst könnte mir dann wichtige Medikamente leichter leisten, ohne genau abzuwägen, welche ich mir leisten kann.

Periodenprodukte: Gratis oder deutlich günstiger

Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Null Prozent ab Januar 2026 bringt bisher noch nicht den gewünschten Effekt, weil einige Händler die Preise nicht anpassen. Ich finde es unfair, dass Frauen dadurch weiterhin mehrere tausend Euro im Leben für diese Produkte ausgeben. Ich wünsche mir, dass Periodenprodukte in allen öffentlichen Einrichtungen frei verfügbar sind. Das würde mir und anderen Betroffenen eine echte finanzielle Erleichterung bringen.

Ich habe schon oft überlegt, welche Marke ich kaufe oder ob ich sparen muss, um alles zu bekommen, was ich brauche. Es fühlt sich ungerecht an, dass es hier keine echte finanzielle Entlastung gibt, obwohl die Produkte für die Gesundheit und Hygiene unverzichtbar sind. Wenn Periodenprodukte überall kostenlos oder wirklich günstig verfügbar wären, würde es mir und vielen anderen das Leben deutlich erleichtern. Ich könnte mich ganz auf Schule, Arbeit oder Freizeit konzentrieren, ohne ständig über den Preis nachdenken zu müssen.



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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen

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