Das war´s dann mit "Dick und Doof": Ein Abschied, der schmerzt

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Volontärin · BRG Kufstein
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01.10.2026
3 Min.

Herzlich willkommen zu Dick und Doof. Hallo meine lieben Freunde bei einer neuen Podcastfolge.

Dick & Doof (Foto: Privat)

"Herzlich willkommen zu Dick und Doof. Hallo meine lieben Freunde und herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge." Und ich weiß schon, wie es weitergeht. Eigentlich muss ich nur diese paar Wörter hören und könnte den Rest wahrscheinlich mitsprechen. Jahrelang gehörten diese Stimmen zu meinem Alltag. Selfie Sandra und Laser Luca kenne ich schon, seit ich klein bin. Ich habe ihre Videos geschaut, ihre Witze gehört und irgendwann angefangen, ihre Sprüche schon zu kennen, bevor sie überhaupt ausgesprochen waren.

Vor Kurzem kam die letzte Folge von „Dick und Doof“. Und erst jetzt merke ich, wie sehr mir der Podcast fehlt. Im letzten Video sprechen Sandra und Luca selbst darüber, dass sie den Podcast beenden. Dabei merkt man sofort, dass sie ihrem Podcast einen Abschluss geben wollten, der zu ihnen passt. Sie haben „Dick und Doof“ mit Spaß angefangen und wollten es genauso mit Spaß beenden. Genau das sagen sie auch selbst: Sie wollen trotz des Endes den Spaß behalten.

Absurde Gespräche

Und vielleicht passt genau das zu dem Podcast, den ich jahrelang gehört habe. Es waren nie die großen Themen, die mir besonders im Kopf geblieben sind. Es waren die völlig absurden Gespräche, die Lachflashs und die Momente, bei denen ich mich gefragt habe, wie man überhaupt auf solche Gedanken kommt. Zum Beispiel diese Unterhaltung:

Sandra:

„Ich schwöre euch, wenn das Flugzeug abstürzt, in der Zeit, wo es auf den Boden fliegt, einfach hüpfen. Zwei Mal weg. Einfach du stehst auf und hüpfst, weil in der Zeit, wo es dann nach unten ist, dann bist du ja in der Luft, kann nichts passieren.“

Oder:

Sandra:

„Wusstest du, dass es von Hausaufgaben keine Mehrzahl gibt?“

Luca:

„Ja, Aufgaben ist ja auch schon die Mehrzahl.“

Und dann die geografischen Meisterleistungen:

Luca:

„Von was ist Madrid die Hauptstadt?“

Sandra:

„Italien, oder?“

„Ist falsch?“

„Was ist denn?“

Luca:

„Das ist eines der größten Länder in Europa.“

Sandra:

„Portugal.“

„Auch falsch?“

Luca:

„Dann was ist neben Portugal?“
Sandra:

„Afrika.“

Luca:

„Wie schafft man das, Sandra? Wie ist das möglich?“

Solche Momente werde ich wahrscheinlich nie vergessen.

Genauso wenig wie:

Luca:

„Also wenn du die Zukunft der AI wärst, dann wären wir, glaube ich, eh alle tot.“

Sandra:

„Na was? Was ist denn die AI?“

„AIDA“

Luca

„Okay, was ist KI?“

Sandra:

„Keine Ahnung!“

„Keine Ahnung.“

Luca:

„Nee, keine Ahnung, ist KA!“

Genau dafür habe ich den Podcast geliebt. Es musste gar keinen besonderen Witz geben. Manchmal reichte ein völlig falscher Gedanke und der daraus entstehende Lachflash.

Ich habe Sandra und Luca schon lange verfolgt. Früher waren es ihre YouTube Videos, später kam der Podcast dazu. Irgendwann wurde es selbstverständlich, dass es wieder eine neue Folge gibt. Ich habe sie beim Aufräumen gehört, unterwegs, im Auto oder einfach nebenbei.

Jetzt gibt es diese neue Folge eben nicht mehr. Und das fühlt sich überraschend komisch an.

Luca hat zum Abschied einen Satz gesagt, der mir besonders im Kopf geblieben ist: „Das Ende hat immer ’ne Wurst.“ Doch der eigentliche Grund warum sie aufgehört haben, war die weite Entfernung. Sandra musste drei Stunden ins Studio fahren. Teilweise mussten sie mehere Folgen gleichzeitig aufnehmen und das war für sie nicht mehr das Gleiche wie früher.

„Dick und Doof“ war nie perfekt geplant, nie besonders ernst und manchmal komplett daneben. Gerade deshalb hat es sich so echt angefühlt.

Was es für mich so toll gemacht hat, dass nie wirklich ein Thema vorgegeben wurde und es eigentlich immer eine kleine Überraschung war was auf mich zukommen wird.

Vielleicht werde ich irgendwann eine Folge wieder von vorne hören und für ein paar Minuten vergessen, dass es keine neuen mehr geben wird. Dann kommt dieses Intro: „Herzlich willkommen zu Dick und Doof. Hallo meine lieben Freunde und herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge.“

Auf Apple Podcast gibt es rund 44.600 Bewertung, die Zuhörer sind jedoch nicht bekannt. Und ich werde wahrscheinlich wieder denken: Ich weiß schon, wie es weitergeht.







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