In den vergangenen Tagen war Arda Saatçi nur am Laufen, Schlafen und Essen. Er nahm sich vor 600 Kilometer in weniger als 96 Stunden zu laufen. Allein das ist fast unmenschlich. Saatçi machte sich den Lauf noch schwerer. Er startete in Badwater im Death Valley, einem der heißesten Orte der Welt. Dort erwarteten ihn rund 40 Grad Celsius. Zusätzlich musste er etwa 6000 Höhenmeter während seinem „Ultra 600“ überwinden. Auch ein Erdrutsch kam ihm in die Queere. Aufgrund dessen konnte er nicht die geplante Route laufen.
Auch die gewünschte Zeit erreichte er nicht. Trotzdem ist es unglaublich, was Arda Saatçi geschafft hat. Am Ende erreichte er das Santa Monica Pier in Los Angeles nach 604,6 Kilometern und 123 Stunden, 21 Minuten und 10 Sekunden. Wie viel er in diesen fünf Tagen geschlafen hat, ist unklar. Eine Schlafperiode dauerte aber nicht länger als neunzig Minuten. Von den 123 Stunden waren rund 85 Stunden reine Gehzeit. Den Rest verbrachte er mit Pause machen, essen und schlafen.
Berühmte Gäste im Livestream
Die sportliche Leistung von Saatçi grenzt an das Unmögliche. Aber auch mit seinen Livestreams hat er Beeindruckendes erreicht. Über eine Million Menschen verfolgten seinen Run über TikTok, YouTube und Twitch.
Saatçi ist international in den Schlagzeilen angekommen und inspiriert Menschen rund um die Welt. Auch viele Promis verfolgten vergangene Woche den Extremsportler. In seinen Livestream wurden unter anderem Fußballstar Nico Schlotterbeck oder auch der Streamer TimGioh zugeschaltet.
Bereits die dritte Cyborg Season
Der Ultra 600 war nicht sein erster Ultramarathon. Seit 2024 macht Saatçi jedes Jahr eine „Cyborg Season“, bei der er eine Lauf-Challenge absolviert. Cyborg ist sein Spitzname, den er sich selbst gegeben hat. Vor zwei Jahren lief er 3000 Kilometer von Berlin nach New York, 2025 rannte er die gesamte Länge von Japan. Das waren 72 Marathons in 43 Tagen.
Die diesjährige Cyborg Season war aber besonders. Nicht nur das Ziel übertraf alles andere, sondern auch der Sponsor. Red Bull unterstützte den Extremsportler und stellte ihm ein Team bereit. Rund 40 Menschen kümmerten sich in diesen fünf Tagen um den 28-Jährigen. Dabei waren auch Physiotherapeut Gzim Ferizi und Laufcoach Lukasz Wolejko-Wolejszo. „Ich habe während der Challenge ungefähr vier Stunden geschlafen“, erzählte Ferizi beim Santa Monica Pier.
Aufgeben ist keine Option: Mutter und Fans als Ansporn
Er hat seiner Mutter im Vorhinein versprochen, mit ihr am Muttertag ein Eis essen zu gehen. Dieses Versprechen hielt er auch und nahm es als Ansporn. Auch die Millionen Menschen, die ihm während seiner Reise zusahen, motivierten ihn sehr. Vor allem sein Mindset brachte ihn durch diese 600 Kilometer. „Ich habe alles gegeben. Ich bin vielleicht nicht der Schnellste, aber aufgeben werde ich niemals“, meinte Saatçi vor über 350.000 Live-Zuschauern.
Im Ziel war seine Botschaft klar: „Es lohnt sich immer, nach den Sternen zu greifen. Auch wenn nicht alles perfekt läuft. Behaltet euren Traum im Herzen.“ Genau das tun aktuell viele Menschen weltweit, die Arda Saatçi als Vorbild sehen.
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