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Shirin David startet auf Netflix durch

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Redakteurin · College Rookie Team
18.03.2026
3 Min.

Sie zählt zu den erfolgreichsten Pop- und Rap-Künstlerinnen Deutschlands. In der Netflix-Dokumentation „Barbara – Becoming Shirin David“ zeigt Shirin David, dass hinter Charts, Glamour und Perfektion eine verletzliche, mutige Frau steckt. Sie spricht offen über Perfektionismus, Mobbing, die Schattenseiten des Ruhms und den Druck, der ihr Leben bestimmt.

Eine beeindruckende Frau. Ich habe großen Respekt vor ihr. (Foto: APA-Images / dpa / Peter Kneffel)

Shirin David, eine der erfolgreichsten Pop- und Rap-Künstlerinnen Deutschlands, steht ab sofort im Fokus ihrer eigenen Netflix-Dokumentation. Die Sängerin, bekannt aus YouTube und von Chart-Erfolgen wie Platz 1 in den deutschen Single-Charts, gibt in „Barbara – Becoming Shirin David“ intime Einblicke in ihr Leben und zeigt, dass hinter Glamour und Bühnenauftritten eine Frau steckt, die mit Druck, Perfektionismus und den Schattenseiten des Ruhms kämpft. Cool, witzig und mutig präsentiert sie sich in der Doku, in der sie offen über ihre Verletzlichkeit spricht und die Maske hinter ihrer starken öffentlichen Persönlichkeit ablegt.

Perfektionismus und Kontrolle

Die Dokumentation beleuchtet, wie stark der Perfektionismus Shirin in allen Bereichen begleitet. Gebürtig heißt sie Barbara Shirin Davidavicius und erzählt, dass ihr Privatleben oft hinter der Künstlerrolle verschwindet. Ihr Drang, alles perfekt zu machen, zeigt sich in Musikvideos, Outfits und Ausgaben, die für Außenstehende oft übertrieben wirken. Dieser Anspruch führte mehrfach zu Konflikten mit ihrem Team und war ein Grund, warum die Doku mehrfach verschoben und überarbeitet wurde.

Shirin spricht außerdem offen über Schönheitsoperationen, den Druck durch soziale Medien, ihr schwieriges Verhältnis zu Essen und das Gefühl, dass ihr Privatleben weitgehend von der Marke Shirin verdrängt wird. Sie fühlt sich oft allein, denn ihr soziales Umfeld besteht fast ausschließlich aus Teammitgliedern. Aus diesem Grund suchte sie auch therapeutische Unterstützung, um all dies zu verarbeiten.

Schulzeit, Mobbing und Hate

Ein Blick auf ihre Schulzeit zeigt, dass Erfolg kein Schutzschild ist. Anders als erwartet war Shirin nicht die beliebteste Schülerin, sondern wurde ausgegrenzt und gemobbt. Laut ihren Angaben existierte eine Online-Gruppe mit dem Titel „Wir hassen Barbara“, in der viel Schlechtes über sie geschrieben wurde. Auch in ihrer Karriere erlebt sie Hate-Kommentare unter ihren Musikvideos. Sie führten zu Unsicherheit und Lampenfieber, sodass sie sich zwei Jahre lang kaum noch auf die Straße traute.

Die Entstehung der Doku

Die Produktion der Doku war von hohen Ansprüchen und einem steinigen Prozess geprägt. Ursprünglich begann das Kamerateam Shirin während ihrer Tournee 2023 zu begleiten. Nach Sichtung des ersten Materials war sie enttäuscht und empfand die Arbeit als unprofessionell. Deshalb wechselte sie das gesamte Produktionsteam und ließ die Dreharbeiten mit neuer Besetzung komplett von vorne beginnen. Dieser Prozess dauerte etwa ein halbes Jahr.

Besonders bemerkenswert ist, dass Shirin bei dieser Doku kein finales Schnittrecht hatte. Normalerweise entscheidet sie bei eigenen Projekten selbst, welche Szenen gezeigt werden. Bei Netflix lag die endgültige Entscheidung beim Streaming-Dienst und den Regisseurinnen. Für Shirin, die für ihren Kontrollanspruch bekannt ist, stellte das eine enorme psychische Belastung dar.

Reaktionen und Kritik

Die Reaktionen auf die Doku sind gemischt. Fans feiern die verletzliche Seite der Künstlerin und loben ihre Offenheit über Druck und Perfektionismus. Besonders Szenen, in denen sie nach Auftritten mit Selbstzweifeln kämpft, werden in sozialen Medien vielfach geteilt. Kritikerinnen und Kritiker sehen die Doku hingegen als egozentrisch. Sie bemängeln, dass die Serie weniger wie eine unabhängige Reportage wirkt und dass Tränen und Zusammenbrüche inszeniert erscheinen.

Ich persönlich verfolge Shirin David nicht regelmäßig, finde sie aber eine starke Persönlichkeit, die ihren Erfolg verdient. Die Doku überzeugt mich, weil sie ehrlich über ihr Leben und ihre Gefühle spricht. Besonders mutig finde ich, dass sie über Mobbingerfahrungen in der Schule und den Einfluss von Hate-Kommentaren berichtet, Themen, die viele Künstlerinnen und Künstler sonst verbergen. Ebenso beeindruckt mich ihre Offenheit über Druck, Perfektionismus und die Schattenseiten des Ruhms.


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