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Das Klischee der faulen Generation Z

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01.10.2026
2 Min.

„Die Jugend von heute ist faul.“ Diesen Satz hört man immer wieder. Gen Z soll angeblich nur am Handy hängen, keine Lust auf Arbeit haben und am liebsten den ganzen Tag nichts tun. Wenn ich nach meinem eigenen Alltag gehe, passt dieses Bild aber überhaupt nicht.

Generation Z wird oft als faul bezeichnet – aber stimmt dieses Klischee wirklich? (Foto: Maskot Bildbyra)

Natürlich kenne ich das Sofa. Nach einem langen Schultag liege ich manchmal einfach da und scrolle durch mein Handy. Das heißt aber nicht, dass mein ganzer Tag so aussieht.

Neben der Schule mache ich viel Sport, beschäftige mich mit Musik und treffe Freunde. Gerade Sport nimmt bei mir einiges an Zeit ein. Dazu kommen Schule, Hausaufgaben und alles, was sonst noch im Alltag anfällt.

Wenn ich abends einmal nichts mache, bedeutet das deshalb nicht automatisch, dass ich faul bin. Vielleicht bin ich einfach fertig von dem, was vorher schon passiert ist.


Arbeit? Ja. Aber nicht um jeden Preis

Auch die Ö3-Jugendstudie 2025 passt nicht wirklich zum Bild der faulen Gen Z. 80 Prozent der befragten 16- bis 25-Jährigen sagen, dass Vollzeitarbeit für sie selbstverständlich ist. Gleichzeitig sind für 59 Prozent Work-Life-Balance und damit auch Zeit außerhalb der Arbeit wichtig.

Das finde ich ziemlich nachvollziehbar. Arbeiten zu wollen und trotzdem Freizeit haben zu wollen, widerspricht sich nicht.

Für mich gehören Sport, Musik und Freunde genauso zum Leben wie Schule und später einmal Arbeit. Ich möchte nicht den ganzen Tag beschäftigt sein, nur damit ich sagen kann, dass ich viel geleistet habe.

Freunde sind keine verlorene Zeit

Auch bei der Freizeit zeigt die Studie ein anderes Bild, als das Klischee vermuten lässt: 90 Prozent der Befragten verbringen ihre Freizeit gerne mit Freunden. Rund die Hälfte ist außerdem in einem Verein aktiv.

Das passt für mich ziemlich gut zu meinem eigenen Leben. Wenn ich mich mit Freunden treffe, ist das keine Zeit, in der ich „nichts mache“. Wir reden, gehen gemeinsam raus oder unternehmen etwas.

Dass Freizeit nicht wie Schule oder Arbeit aussieht, bedeutet nicht, dass sie wertlos ist.

Das Handy ist nicht die ganze Geschichte

Natürlich spielt das Handy in unserem Alltag eine große Rolle. Wir schreiben Freunden, hören Musik, schauen Videos und informieren uns online. Manchmal verbringt man damit auch eindeutig zu viel Zeit.

Aber daraus automatisch zu schließen, dass eine ganze Generation faul ist, funktioniert nicht.

Vielleicht sieht unser Alltag einfach anders aus als der von Generationen vor uns. Schule, Freizeit, Sport, Musik und Freundschaften finden heute teilweise auch digital statt. Das macht unsere Aktivitäten nicht automatisch weniger echt.

Vielleicht ist das Klischee zu einfach

Das Bild von der faulen Gen Z passt deshalb nicht zu meinem Alltag und auch nicht zu einigen Ergebnissen der Ö3-Jugendstudie.

Wir können motiviert sein und trotzdem Pausen brauchen. Wir können arbeiten wollen und gleichzeitig Freizeit wichtig finden. Wir können viel Zeit am Handy verbringen und daneben Sport machen, Musik machen und Freunde treffen.

Wenn ich nach einem langen Tag auf dem Sofa liege, ist das für mich deshalb kein Beweis dafür, dass meine Generation faul ist.

Es ist einfach eine Pause.

Und danach geht es meistens wieder weiter.


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