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Verpasst? Das Highlight der Sportwelt: Wie der Trainerwechsel Julia Scheib zum Erfolg verholfen hat

Nach elf Jahren gewann wieder eine Österreicherin in Sölden. Julia Scheib holte mit dieser souveränen Leistung ihren allerersten Weltcupsieg. Auch Martin Sprengel, der neue Riesentorlauftrainer des ÖSV, hat einiges dazu beigetragen.

 ÖSV-Kader nach Sieg in Sölden
Julia Scheib gewann erstmals seit 11 Jahren wieder ein Rennen für die Österreicher:innen in Sölden (Foto: EXPA / APA )

Elf Jahre mussten österreichische Skifans auf einen Erfolg beim jährlichen Auftaktrennen in Sölden warten, bis zum Sieg der Steirerin Julia Scheib, die gleichzeitig ihren ersten Weltcupsieg feierte. Die 27-Jährige fand gerade jetzt in die Erfolgsspur, nicht zuletzt dank ihres neuen Trainers Martin Sprenger. Denn Martin Sprenger kehrte im Sommer zum ÖSV zurück. Er löste Christian Perner als Riesentorlauf-Trainer der Damen ab. Zuvor trainierte er unter anderem Gesamtweltcupsieger Alexis Pinturault.

Erfolgsrezept bei Julia Scheib gefunden

Nach dem ersten Rennen scheint es bei Julia Scheib funktioniert zu haben. Sie hat schon in der vergangenen Saison ihr Potenzial bewiesen. Dennoch haderte die 27-Jährige oft mit ihrem ersten Durchgang. Selbst bei ihrem dritten Platz in Sölden 2024 lag die Steirerin nach dem ersten Lauf auf Rang 14. „Sie will immer 100 Prozent, aber dann macht sie Fehler“, sagte Martin Sprenger. Julia Scheib erzählte auch, dank ihm habe sie nun den Schlüssel zum Erfolg gefunden. Lockerheit und der Mittelweg sind für Sprenger das Geheimnis, um richtig schnell zu fahren.

„Sie sind nicht teamfähig“

Der letzte ÖSV-Damen-Sieg im Riesentorlauf war beinahe zehn Jahre her. Sprengers Aufgabe ist es, das Team um Scheib und Co. wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Das ist zweifellos kein einfacher Job. Sprenger selbst hat viel Negatives über die Riesentorlauf-Damen gehört. „Dass sie nicht teamfähig sind, dass es Differenzen zwischen Athletinnen gibt“, sagte Sprenger. Dem sei jedoch nicht so. Laut Sprenger seien alle sehr interessante Charaktere und die Gruppe habe „ein Riesenpotenzial“.

Sprenger tritt nach Scheib-Triumph auf die Euphoriebremse

Trotz der Sensation am Samstag ist der Neo-ÖSV-Trainer nicht ganz zufrieden. „Wenn Julia nicht so durchkommt, müssen wir von einem Debakel reden“, sagte Sprenger nach dem Rennen. Die nächstbeste Österreicherin war Stephanie Brunner auf Platz 23. Auch Nina Astner erreichte den zweiten Durchgang. Sie erzielte mit dem 24. Rang ihr bestes Weltcup-Ergebnis. 

Mögliche Highlights der nächsten Woche

Auch diese Woche gibt es wieder einige Sportevents, auf die jeder Sportfan achten sollte. Im DFB-Pokal treffen am Dienstag die zuletzt schwachen Gladbacher auf Karlsruhe aus der zweiten Liga. Angesichts der schwachen Leistungen Gladbachs scheint eine Pokalsensation durchaus realistisch. In der österreichischen Bundesliga spielen am Samstag die beiden Linzer Vereine aufeinander. Auch da ist der Ausgang der Partie offen, wobei für mich der LASK eine leichte Favoritenrolle hat.


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