In Österreich haben laut aktuellen Studien rund 20 % der Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren bereits illegale Drogen probiert, und etwa 5 % konsumieren sie regelmäßig. Diese Zahlen sind alarmierend und zeigen, dass das Thema uns alle betrifft.
Es ist ein Trend, der alarmieren sollte. Immer mehr Jugendliche greifen zu illegalen Drogen, nicht nur um einen besonderen Kick zu erleben, sondern teilweise auch wegen des Drucks, der auf ihnen lastet, und der steigenden Herausforderungen, die uns im Leben erwarten. Was viele von ihnen als harmlos empfinden, entwickelt sich zu einem gesellschaftlichen Problem, das wir nicht länger ignorieren können.
Viele junge Menschen unterschätzen, wie schnell wir süchtig werden können und wie abrupt sich unser Leben nur noch um einen einzigen Gedanken drehen kann: „Wo bekomme ich den nächsten Stoff her?“ Häufig geraten wir aus reiner Neugier oder dem Drang nach neuen Erfahrungen an Substanzen wie Cannabis, LSD oder Kokain. Doch immer häufiger hören wir auch von Jugendlichen, die zu illegalen Drogen greifen, um dem Leistungsdruck besser standzuhalten oder vermeintlich „funktionieren“ zu können.
Handeln statt Wegsehen: Verantwortung der Gesellschaft
Ganz gleich aus welchem Grund es passiert, es ist ein Spiel mit dem Feuer. Die Tatsache, dass viele dieser Suchtmittel erschreckend leicht zu beschaffen sind, verschärft die Situation zusätzlich. Das Problem war noch nie so greifbar und dringlich wie jetzt. Deshalb muss unsere Gesellschaft aufwachen, zum Schutz unserer Jugend und unserer Zukunft.
Der erste richtige Schritt wäre, dass die junge Generation besser aufgeklärt wird – und das nicht nur mit Warnungen vor den Folgen. Wir müssen verstehen, was Drogen mit Körper und Psyche anrichten können. Außerdem sollten wir die Strafen deutlich erhöhen, denn die, die wir aus Zeitung oder Nachrichten kennen, sind definitiv zu niedrig.
Eines ist auf alle Fälle klar: Wegsehen ist keine Option mehr. Denn wenn wir jetzt nicht handeln, entsteht eine Generation zwischen Leistungsdruck, Orientierungslosigkeit und Rauschmitteln. Die Frage ist also nicht, ob wir uns dieses Thema leisten können, sondern ob wir es uns weiter leisten können, dieses Problem unter den Tisch zu kehren.
Kommentare