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Österreich vor WM-Showdown gegen Bosnien

Wir stehen kurz vor dem Einzug zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Nach einem souveränen 2:0-Sieg gegen Zypern entscheidet am Dienstag das letzte Gruppenspiel gegen Bosnien in Wien über die direkte Qualifikation.

Entscheidungsspiel um die WM-Teilnahme gegen Bosnien (Foto: APA-Images / APA / GEORG HOCHMUTH)


Nach einem souveränen 2:0-Sieg gegen Zypern steht Österreich kurz vor der WM-Qualifikation. Das Spiel gegen Bosnien nächste Woche Dienstag wird endgültig über den Einzug ins Turnier entscheiden. Die Spieler bleiben vorsichtig optimistisch, denn die Teilnahme hängt nicht nur von ihrem eigenen Erfolg ab, sondern auch von den Ergebnissen der Konkurrenz.

Vorfreude auf das Endspiel

Der Jubel der ÖFB-Teamspieler nach dem 2:0-Sieg in Limassol fiel eher zurückhaltend aus. Die Mannschaft wollte sich nicht zu früh über die WM-Teilnahme freuen, denn eine sichere Qualifikation hätte erst dann bestanden, wenn Rumänien auswärts bei Bosnien zumindest ein Unentschieden erreicht hätte.

Im Nachhinein war diese Zurückhaltung gerechtfertigt: Die Bosnier steigerten ihre Leistung in der zweiten Halbzeit und gewannen in Zenica 3:1. Für Österreich bedeutet das, dass das entscheidende Spiel am Dienstag in Wien zum „Grande Finale“ wird. Mindestens ein Punkt ist notwendig, um die direkte Qualifikation zu sichern. Teamchef Ralf Rangnick bezeichnet den Sieg auf Zypern als „ein wichtiges Zeichen“ und zeigt sich vor der Begegnung mit Bosnien optimistisch. Rekordtorschütze Marko Arnautovic erklärt: „Es ist das wichtigste Spiel meiner Karriere.“ Auch ÖFB-Präsident Josef Pröll ist zuversichtlich: „Ich bin total optimistisch, dass diese Mannschaft gegen Bosnien gewinnt oder zumindest unentschieden spielt.“

Rot-weiß-rote Träume

Selbst bei einer Niederlage wäre der Traum von der WM noch nicht vorbei. In diesem Fall müsste Österreich über die Play-Offs nach Katar reisen. Eine Teilnahme an der WM-Endrunde im nächsten Jahr wäre die erste seit 28 Jahren. Ob Teamkapitän David Alaba am Dienstag auflaufen kann, ist noch unklar. Nach seiner abgesessenen Sperre gegen Zypern muss eine erneute Verletzung des 33-Jährigen unbedingt vermieden werden, vor allem mit Blick auf die WM.

Sicher mit dabei ist Linksverteidiger Phillipp Mwene, der wie Alaba in Zypern pausieren musste, nun aber topfit ist. Dadurch könnte Konrad Laimer auf seine gewohnte Position als Rechtsverteidiger oder ins rechte Mittelfeld wechseln. Alternativ könnte Ralf Rangnick die gleiche Startelf wie gegen Zypern aufstellen, um die Mannschaftsstabilität zu bewahren.

Hoher Besuch beim Teamtraining

Das Training am Montag im Wiener Happel-Stadion wurde von zahlreichen Kamerateams und Journalisten verfolgt. Nahe der Ersatzbank war ein außergewöhnlicher Gast zu sehen: Bundespräsident Alexander Van der Bellen verfolgte das Training unter Regenschirm und Mantel. Nach seinem Lob für die Leistung der ÖFB-Profis gab er auch seine Einschätzung für das kommende Spiel ab: „Der eine muss gewinnen, dem anderen genügt ein Unentschieden. Von der Papierform her bedenklich.“ Gleichzeitig betonte er, dass die österreichischen Spieler bestens vorbereitet sind und die direkte WM-Qualifikation vor heimischem Publikum sichern können.


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Kommentare

  • Kein Profil-Bild gefunden.
    am 17.11.2025 Vincent Hammertinger
    Sehr geehrtes Campus a College Team, da ich nur hier eine gute Möglichkeit sehe um Sie darauf aufmerksam zu machen was Sie tun, schreibe ich es eben als Kommentar unter meinen Text. Ich finde es sehr fraglich und interessant wieso Sie die Texte Ihrer Volontäre sogar bis in die Einleitung, den Aufbau, Zwischenüberschriften und ganze Absätze überschreiben und ersetzen. Jeder von uns hat seinen eigenen Schreibstil und es sollte Wert darauf gelegt werden den Nutzern dieser Plattform zu ermöglichen diesen zu präsentieren und einem breiten Publikum bereitzustellen. Ich frage mich also wieso Sie so drastisch in unsere Texte eingreifen. lg
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      am 18.11.2025 Max Langer
      Lieber Vincent!

      In dem Fall wollte dir meine Kollegin Silvia dabei helfen, mit deinen Ideen, Gedanken und Themen möglichst viele Menschen zu erreichen. Das ist der Sinn von campus a college. Du sollst eine starke Stimme haben. Bei einzelnen Texten, die uns gut gefallen, machen wir direkt Änderungsvorschläge, die wir schon einbauen und weisen in unserer diesbezüglichen E-Mail darauf hin, wie du sie ändern oder rückgängig machen kannst. Die Vorschläge dienen deiner Inspiration für deine nächsten Beiträge, es ist oft einfacher, sie gleich zu liefern, als lang und ausführlich zu erklären, was wir meinen. Wir werden uns aber vormerken, dies in Zukunft bei dir nicht mehr zu machen. Du kannst auf jede Mail antworten, wir sind fast rund um die Uhr online. Viel Vergnügen beim heutigen Spiel und danke für deinen Beitrag!
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    am 18.11.2025 Yannic Schwab
    Der Artikel zeichnet ein stimmiges und realistisches Bild der aktuellen Situation des österreichischen Nationalteams: Zwischen berechtigter Euphorie und vorsichtigem Optimismus wird deutlich, wie entscheidend das Bosnien-Spiel für die WM-Träume ist. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass der Text sowohl die sportlichen Fakten als auch die Stimmungslage im Team und im Umfeld gut einfängt. Die Zurückhaltung nach dem Sieg gegen Zypern wird nachvollziehbar erklärt, ebenso wie die Bedeutung der Bosnier als ernstzunehmender Gegner.

    Konstruktiv wäre, noch etwas stärker auf die sportlichen Aspekte einzugehen, etwa welche taktischen Optionen Ralf Rangnick konkret in Betracht zieht oder welche Stärken und Schwächen des bosnischen Teams das „Grande Finale“ prägen könnten. Auch ein kurzer Ausblick auf mögliche Szenarien im Falle eines Play-Off-Wegs würde Lesern zusätzliche Orientierung bieten.

    Insgesamt ist der Artikel informativ, ausgewogen und schafft eine angemessene Spannung vor dem Entscheidungsspiel – eine gute Mischung aus Analyse, Emotionalität und Hintergrundinformationen.