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Container, Hitze, alte Tafeln: Wie gerecht sind unsere Schulen?

Während manche Schülerinnen und Schüler ihre Matura am Computer schreiben, lernen andere in überhitzten Containern oder müssen mit veralteter Ausstattung auskommen. Auch bei Klassenräumen und technischer Ausstattung sind die Unterschiede zwischen Schulen groß. Doch wie gerecht ist es, wenn die Bedingungen, unter denen wir lernen, so unterschiedlich sind?

An brennenden Tagen trotzdem zur Schule gehen ist eine echte Challange. Hoffentlich wird es kein heißer Herbst (Foto: shutterstock)

Nicht alle Schulen sind gleich: Wie gerecht ist das?

Die Luft steht im Klassenraum. Draußen brennt die Sonne auf das Dach des Containers. Mehr als 30 Schülerinnen und Schüler sitzen auf ihren Plätzen, während jemand versucht, durch ein geöffnetes Fenster etwas Abkühlung hereinzubekommen. Doch statt einer angenehmen Brise kommt nur noch mehr warme Luft herein. Nach mehreren Unterrichtsstunden wird es immer schwieriger, mich zu konzentrieren. Eigentlich sollte ich dem Unterricht folgen, doch irgendwann denke ich nur noch daran, wie heiß es im Raum ist.

Solche Situationen gehören an manchen Schulen inzwischen zum Alltag. Manche Klassen müssen in Containern untergebracht werden, weil nicht genügend Klassenräume vorhanden sind. Gleichzeitig verfügen andere Schulen über moderne Ausstattung und ausreichend Platz. Da frage ich mich: Warum sind die Bedingungen, unter denen Schülerinnen und Schüler lernen, eigentlich so unterschiedlich?

Auch bei der Matura gibt es Unterschiede. In meiner Schule kann man die Matura erfreulicherweise am Computer schreiben. Das ist jedoch nicht selbstverständlich. Warum ist das nicht einheitlich geregelt? Die Matura ist für Schülerinnen und Schüler eines der wichtigsten Ereignisse ihrer Schulzeit.

Ungleichheiten im Land

Auch bei der Ausstattung gibt es große Unterschiede. Manche Schulen verfügen über moderne elektronische Tafeln und ausreichend Räume, während andere mit Platzmangel zu kämpfen haben. An meiner Schule gibt es zum Beispiel kaum elektronische Tafeln und nicht genügend Klassenräume. Deshalb müssen manche Klassen in Containern untergebracht werden.

Im Winter sitze ich dort mit dicker Jacke im Unterricht, weil es trotz Heizung kalt bleibt. Im Sommer ist es genau umgekehrt: Die Hitze staut sich im Raum und jeder wartet darauf, dass die Stunde endlich vorbei ist. Immer wieder gibt es Probleme mit der Heizung. Man merkt schnell, dass diese Räume eigentlich nur als Übergangslösung gedacht waren. Wenn eine Klasse dort jeden Tag Unterricht hat, wird aus dieser Übergangslösung aber schnell ein ganz normaler Teil des Schulalltags.

Wenn der Klassenraum zum Backofen wird

Auch die Hitze macht den Schulalltag zunehmend schwieriger. Heuer gab es in Österreich sehr hohe Temperaturen. Besonders unangenehm wird es, wenn mehr als 30 Schülerinnen und Schüler in einem Raum sitzen und die Luft steht.

Nach einigen Unterrichtsstunden merke ich selbst, wie meine Konzentration nachlässt. Man wird müde und versucht trotzdem, dem Unterricht zu folgen. Fenster aufzumachen hilft kaum, weil statt kühler Luft nur noch mehr warme Luft hereinkommt. Draußen scheint die Sonne, drinnen wird es immer wärmer. Erste Schulen in Österreich hatten bereits hitzefrei bekommen. Warum kann es dafür nicht eine einheitliche Regelung für das ganze Land geben?

Ich finde, gerade solche Situationen zeigen, dass Schulgebäude an die kommenden Jahre angepasst werden müssen. Sonnenschutz, gute Belüftung, ausreichend Räume und vielleicht auch andere Lösungen gegen extreme Hitze könnten den Unterricht deutlich angenehmer machen.

Am Ende geht es nämlich nicht darum, welche Schule die schönste Ausstattung hat. Es geht darum, ob Schülerinnen und Schüler unabhängig davon, welche Schule sie besuchen, möglichst gleiche Voraussetzungen zum Lernen bekommen.

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