Marcel Hirscher zählt zu den größten Skirennläufern aller Zeiten. Mit acht Gesamtweltcup-Siegertiteln in Folge, 67 Weltcupsiegen und mehreren Olympiamedaillen schrieb der Salzburger Sportgeschichte, bevor er 2019 nach einer überragenden Karriere überraschend seinen Rücktritt erklärte.
Comeback nach fünf Jahren Pause
Mitte der Saison 2024/25 wagte Hirscher ein außergewöhnliches Comeback: Nach mehr als fünfeinhalb Jahren ohne Weltcup-Rennen kehrte der 36-jährige Ausnahmeathlet zurück, jedoch nicht mehr für Österreich, sondern für die Niederlande, das Heimatland seiner Mutter.
Er bestritt in dieser Saison drei Rennen und klassierte sich immerhin einmal auf Rang 23 beim Saisonauftakt-Riesenslalom in Sölden. Doch dann erlitt er im Dezember 2024 im Training einen Kreuzbandriss im linken Knie, der seine Saison abrupt beendete und ihm eine langwierige Reha-Phase bescherte. Vorbereitung und Rückkehr auf die Piste
Nach etwa 1000 Stunden Rehabilitation und monatelanger Aufbauarbeit mit Training auf Schnee steht Hirscher nun wieder in den Startlöchern. Er hat seit September 2025 wieder auf Schnee trainiert und erste Vergleichsfahrten im Weltcup-Umfeld absolviert, wenn auch noch mit Rückstand auf die Spitze.
Hirscher betont, dass er nicht überstürzt zurückkehren will: Sein Anspruch ist, erst dann Rennen zu fahren, wenn er „halbwegs konkurrenzfähig“ ist und realistische Chancen hat, sich für zweite Läufe zu qualifizieren. Entscheidung über Comeback steht bevor
Der genaue Zeitpunkt für den Wiedereinstieg in den Skiweltcup bleibt weiterhin offen, seine Teilnahme an den klassischen Slaloms etwa in Adelboden ist ungewiss.
Ein zentrales Ziel bleibt für Hirscher weiterhin die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina d’Ampezzo im Februar. Wenn es ihm gelingt, rechtzeitig Weltcup-Form zu finden, könnte er dort nochmals um Medaillen kämpfen.
Laut ehemaligen Kollegen wie Hermann Maier ist der achtfache Gesamtweltcupsieger nach wie vor siegfähig und könnte bei den Spielen für eine Sensation sorgen, wenn er gesund und im Rhythmus ist.
Höhen und Tiefen
Hirschers Weg zurück war von Rückschlägen geprägt: Neben dem Kreuzbandriss im Dezember 2024 wurde seine Vorbereitung durch eine Virusinfektion im Herbst 2025 verzögert, was wertvolle Trainingszeit kostete.
Trotzdem lässt der 36-jährige Technik-Spezialist nicht locker und feilt weiter an seinem Comeback, mit dem Ziel, im Weltcup wieder konkurrenzfähig zu sein und ein weiteres Kapitel seiner außergewöhnlichen Karriere zu schreiben.
Kommentare