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Chillen unter Fremden: Was ich bei einem Feuerwehrfest über Gastfreundschaft lernte

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TOP 100 Autorin
Volontärin · Höhere Lehranstalt Sozialmanagement und Fachschule für Sozialberufe
11.06.2026
2 Min.

Gastfreundschaft bedeutet nicht nur, jemanden zu bewirten, sondern ihm das Gefühl zu geben, dazuzugehören. Das lernte ich, als ich eine Fest besuchte, bei dem ich niemanden kannte.

Bei einer Veranstaltung mit Musik und Lichteffekten lernte ich durch eine gute Freundin neue Leute kennen. Obwohl wir uns erst an diesem Abend getroffen hatten, wurde ich sofort herzlich in die Gruppe aufgenommen. (Foto: ismail cem aycan)

Vor zwei Monaten hat mich eine gute Freundin, die ich vor Jahren kennengelernt habe, gefragt, ob ich sie zu einem Feuerwehrfest, mit anshcließender Disco in einem Dorf begleiten möchte, das nur etwa zehn Minuten mit dem Auto von meinem Wohnort entfernt liegt. Sie war dort mit ihrer Freundesgruppe verabredet und kannte dort viele Leute, ich dagegen fast niemanden von ihrer Gruppe und nur wenige rundherum. Trotzdem habe ich zugesagt, auch wenn ich vor dem Fest ein mulmiges Gefühl hatte. Ich bin eher zurückhaltend, wenn ich neue Menschen kennenlerne. Meine größte Sorge war, dass ich den Abend hauptsächlich als Außenstehender verbringen würde.

Als wir ankamen, war das Festzelt bereits gut gefüllt. Überall standen Gruppen zusammen, unterhielten sich und lachten. In diesem Moment wurden meine Zweifel sogar noch etwas größer. Ich fragte mich, ob ich überhaupt Anschluss finden würde.

Meine Sorgen verschwanden schnell

Diese Gedanken hielten allerdings nicht lange an. Schon kurz nach unserer Ankunft stellte mich meine Freundin einigen ihrer Freunde vor. Zu meiner Überraschung wurde ich sofort in die Gespräche miteinbezogen. Die Leute fragten mich, woher ich komme, ob ich in die Schule gehe oder arbeite und woher ich meine Freundin eigentlich kenne. Dabei hatte ich nie das Gefühl, dass die Fragen nur aus Höflichkeit gestellt wurden, sondern aus Interesse.

Toll fand ich, wie offen und herzlich die Menschen dort alle waren. Obwohl wir uns erst seit wenigen Minuten kannten, wurde viel gelacht und geredet. Nach kurzer Zeit fühlte ich mich deutlich entspannter und nicht mehr wie ein Fremder wie ich zuvor dachte.

Mehr als nur Freundlichkeit

Im Laufe des Abends lernte ich immer mehr Leute kennen. Niemand ließ mich außen vor, und ich hatte das Gefühl, wirklich willkommen zu sein. Aus meiner anfänglichen Nervosität wurde nach und nach Freude darüber, neue Menschen kennenzulernen.

Eigentlich dachte ich, dass ich an diesem Abend die erste dieser Gruppe sein werde, die nach Hause geht, doch das ergab sich ganz anders. Ich blieb um etliches länger als ich zuvor dachte, da es einfach ein richtig angenehmer und entspannter Abend war.

Eine Erfahrung, die bleibt

Als ich dann später mit meiner Freundin nach Hause fuhr, war ich froh, dass ich die Einladung angenommen hatte. Aus einem Abend, vor dem ich zunächst etwas Angst hatte, wurde ein wirklich toller Abend der mir lange in Erinnerung bleibt.

Dieses Fest hat mir gezeigt, wie wichtig Offenheit gegenüber neuen Menschen ist. Gastfreundschaft bedeutet für mich seitdem nicht nur, jemanden zu bewirten, sondern ihm das Gefühl zu geben, dazuzugehören.


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