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Braun, Brauner, Hautkrebs: Vorsicht mit dem Bräunungswahn

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05.08.2026
2 Min.

Gibt es eine gesunde Bräune? Oder anders gefragt: Warum gelten wir als attraktiv, wenn wir unsere eigene Haut beschädigen?

 

Schaut euch das Bild an und tut nicht, was ihr darauf seht. (Foto: Shutterstock)

Bräune gilt in sozialen Medien immer wieder als „Glow-up“. Vor allem im Sommer zeigen sich viele Mädchen und Frauen auf TikTok oder Instagram beim stundenlangen Sonnenbaden. Manche Videos verwenden Sounds wie „Burn it“, also „Verbrenn es“, und verzichten auf Hinweise zum Sonnenschutz.

Auch der Spruch „Aus Rot wird Braun“ taucht häufig auf. Er verharmlost einen Sonnenbrand und vermittelt den Eindruck, rote Haut gehöre einfach zum Weg zur gewünschten Bräune. Doch ein Sonnenbrand verletzt die Haut und erhöht langfristig das Hautkrebsrisiko.

Gefährliche Tipps auf TikTok

Zahlreiche Nutzerinnen geben Tipps für schnellere und stärkere Bräune. Unter den Videos verlinken sie Bräunungscremes oder Öle, mit denen sie teilweise Geld verdienen. Solche Empfehlungen dienen daher nicht immer der Gesundheit der Zuschauerinnen.

Vor allem Bräunungsöle ohne ausreichenden Lichtschutzfaktor lassen die Haut nahezu ungeschützt. Auch ein Solarium bietet keine sichere Alternative. Seine ultraviolette Strahlung schädigt die Haut, beschleunigt ihre Alterung und erhöht das Hautkrebsrisiko.

Selbstbräuner schützt nicht vor der Sonne

Selbstbräuner färbt nur die oberste Hautschicht und kommt ohne ultraviolette Strahlung aus. Deshalb gilt er als weniger riskante Alternative zum Sonnenbad oder Solarium. Einige Produkte können jedoch die Haut reizen oder allergische Reaktionen auslösen.

Zugleich schützt gebräunte Haut durch Selbstbräuner nicht vor einem Sonnenbrand. Wer nach der Anwendung ins Freie geht, braucht weiterhin geeigneten Sonnenschutz. Nur Produkte mit einem angegebenen Lichtschutzfaktor bieten einen entsprechenden Schutz.

Wenn Bräune zur Sucht wird

Einige Menschen entwickeln ein zwanghaftes Bedürfnis nach immer stärkerer Bräune. Umgangssprachlich heißt dieses Verhalten Tanorexie. Der Begriff bezeichnet keine offiziell anerkannte Diagnose, beschreibt aber eine gefährliche Fixierung auf Sonnenbäder und Solarien.

Betroffene empfinden ihre Haut trotz starker Bräune häufig als zu blass. Sie nehmen Sonnenbrände, eine frühzeitige Hautalterung und ein erhöhtes Krebsrisiko in Kauf. So wächst aus einem Schönheitsideal ein gesundheitliches Problem.

Eine Warnung der Haut

Bräune zeigt eine Schutzreaktion der Haut auf ultraviolette Strahlung. Die Haut bildet den Farbstoff Melanin, um ihre Zellen vor weiteren Schäden zu schützen. Eine Bräune beweist daher keine besondere Gesundheit, sondern eine hohe Belastung der Haut.

Rote, schmerzende Haut weist auf einen Sonnenbrand hin. Dabei handelt es sich um eine entzündliche Verbrennung der Haut. Der Satz „Aus Rot wird Braun“ macht aus einer Verletzung einen vermeintlich harmlosen Schritt zum Schönheitsideal.

So gelingt wirksamer Schutz

Guter Sonnenschutz richtet sich nach dem Hauttyp und der Stärke der ultravioletten Strahlung. Schatten, Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille schützen besonders wirksam. Unbedeckte Haut braucht eine Sonnencreme mit Schutz vor ultravioletter A- und B-Strahlung sowie mindestens Lichtschutzfaktor 30.

Auch im Schatten erreicht ultraviolette Strahlung die Haut. Nach dem Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen braucht sie erneut Sonnencreme. Kein Schönheitsideal rechtfertigt Verbrennungen und bleibende Hautschäden. Der eigene natürliche Hautton braucht kein „Glow-up“.


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