Blackouts sind leider keine Einzelfälle unter Jugendlichen. Ich bin selbst 17 Jahre alt und besuche die Handelsakademie Hall. Ich habe oft Blackouts erlebt und finde sie immer frustierend. Es fängt meist einen Tag davor an, dann werde ich nervös und bekomme Bauchschmerzen. Meist nach Sonnenuntergang, weil mein Verstand realisiert, dass es nicht mehr lang zur Prüfung dauert. Am nächsten Tag sitze ich im Prüfungssaal und der Professor verteilt die Arbeiten. Dann passiert alles auf einen Schlag. Ich kann mich an nix mehr erinnern, es ist so als ob ich diese Sachen noch nie im Leben gesehen oder gehört hätte. Die einfachsten Dinge erscheinen mir plötzlich so schwierig, obwohl ich es eigentlich konnte.
Was ich dagegen gemacht habe
Ich habe ein paar Tipps, die haben das Problem leider nicht auf Dauer wegbekommen, aber sie können eine kleine Hilfe sein. Wenn ich einen Blackout habe, dann drehe ich die Schularbeit einfach um und atme ein und aus. Ich sage dann mir: „Ich kann das“ und dann drehe ich die wieder Schularbeit wieder um.
Ich trinke auch immer viel Wasser und kaue Kaugummi. Das wichtige ist, dass man den selben Kaugummi nimmt, den man auch beim Lernen gekaut hat, da sich das Gehirn so an den Geschmack erinnert und den Geschmack mit den Informationen verknüpft. Und das wohl am Wichtigste ist, sich nicht zu stressen und zu sich selber zu sagen, „das Schlimmste was passieren kann ist das du eine fünf schreibst, mehr auch nicht.“
Zwei Arten von Blackouts
Ein Blackout bezeichnet einen unangekündigten, großflächigen und lang andauernden Stromausfall, der ganze Länder oder Regionen betrifft. Er unterscheidet sich von einem gewöhnlichen Stromausfall dadurch, dass das übergeordnete Stromnetz zusammenbricht und die Wiederherstellung mehrere Tage dauern kann.
Ein Blackout bei Prüfungen, auch Prüfungsblockade genannt, beschreibt den plötzlichen und vollständigen Verlust des Zugriffs auf das erlernte Wissen in einer stressigen Prüfungssituation. Der Kopf wirkt leer, obwohl die Vorbereitung gut war.
Ursachen und Auswirkungen eines Blackouts
Ein Blackout ist ein vorübergehender Ausfall des Gedächtnisses oder ein kurzzeitiger Bewusstseinsverlust. Bei extremer Angst oder Stress schüttet der Körper im Gehirn große Mengen Stresshormone wie Cortisol aus. Diese hemmen den Hippocampus, der für das Abrufen und Speichern von Erinnerungen zuständig ist. Das kreative Denken wird blockiert, während der Körper in den Fluchtmodus umschaltet. Der Hippocampus geht vorübergehend komplett offline. Die Gehirnregion, die Informationen verknüpft, blockiert den bewussten Abruf von gelerntem Wissen.
Strategien zur Bewältigung von Prüfungsblackouts
Atemübungen helfen, indem man das Blatt umdreht und tief in den Bauch ein- und ausatmet, um den Panikkreislauf zu durchbrechen.
Ein Fokuswechsel kann ebenfalls helfen. Zuerst sollte man leichtere Aufgaben bearbeiten, kurzes Aufstehen, zum Beispiel für einen Toilettengang, kann das Gehirn quasi durchlüften.
Vorbeugung gegen Blackouts
Als Vorsorge gilt, dass kontinuierliches Lernen und das Üben von Prüfungssituationen den besten Schutz bieten. Am besten wäre es sich in einen Raum zu setzen wie zum Beispiel eine Bibliothek, da es am ehesten zu einem Prüfungssaal hinkommt, da es auch leise ist. Man erstellt eine eigene Prüfung, wo man im besten Fall ein paar Sachen hat was man kann und ein paar was man gerade eben gelernt hat. Dazu kommt das man seine Lernsachen wegtut und eine gewisse Zeit einstellt.
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