In der Schule laufe ich ohne Probleme die drei Stockwerke nach oben, im Sportunterricht halte ich gut durch, und auch ein längerer Spaziergang mit dem Hund am Nachmittag strengt mich nicht wirklich an. Kein Husten, keine Schmerzen, genug Energie – also passt doch alles. Gesund zu sein war für mich lange einfach normal und nichts, worüber ich groß nachgedacht habe. Doch mit der Zeit hat sich meine Einstellung ein wenig verändert. Nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt.
Vom „Hauptsache schnell“ zum bewussteren Essen
Angefangen hat alles mit einer Ernährungsumstellung. Früher war mein Motto: Hauptsache schnell, Hauptsache es schmeckt. Nach der Schule habe ich mir oft einfach eine Pizza gemacht – fertig. Und in der Schule bin ich in den Pausen häufig zum Automaten gegangen, um mir einen Snack oder etwas Süßes zu holen, einfach weil es praktisch war. Ehrlich gesagt habe ich mir dabei nie Gedanken gemacht, ob das gut für mich ist oder nicht.
Der Anstoß, etwas zu verändern, kam durch mehrere Dinge gleichzeitig. In der Oberstufe hatten wir Ernährungslehre als Schulfach, und ich konnte viel daraus mitnehmen, weil wir die Themen von verschiedenen Seiten betrachtet haben. Gleichzeitig habe ich auf Social Media immer öfter Beiträge gesehen, in denen es um gesündere, oft vegetarische oder vegane Alternativen ging.
Inzwischen versuche ich, öfter frisch zu essen. Manchmal nehme ich mir Obst oder ein belegtes Brot mit in die Schule. Außerdem trinke ich häufiger Wasser statt Softdrinks. Das spart Geld und ich nehme weniger Zucker zu mir. Klar, ich gehe noch ab und zu zum Automaten, aber nicht mehr automatisch jeden Tag.
Ich habe gemerkt, dass gesundes Essen nicht langweilig sein muss. Selbst gekochte Gerichte schmecken oft sogar besser als schnelle Snacks zwischendurch. Kochen ist für mich mittlerweile sogar ein kleines Hobby geworden. Gerichte wie Kichererbsencurry, Wraps oder Gemüsesuppen bereite ich gerne zu und genieße sie bewusst.
Kleine Dinge, die im Alltag auffallen
In der Schule merke ich, dass ich im Unterricht wacher und konzentrierter bin, wenn ich weniger Süßes esse. Früher hatte ich am Nachmittag oft ein Tief und war einfach nur müde. Das passiert jetzt deutlich seltener. Die Umstellung war am Anfang nicht leicht. In den ersten Tagen ohne Schokoriegel und Co. ging es mir teilweise schlechter. Mittlerweile hat sich das aber gelegt. Rückblickend glaube ich, dass ich mich schon ein Stück weit daran gewöhnt hatte.
Auch im Alltag fühle ich mich etwas fitter. Es ist kein riesiger Unterschied, aber doch spürbar. Sogar meine Haut hat sich verbessert. Weniger Zucker, Fett und Salz wirken sich bei mir positiv aus, und meine Akne ist deutlich zurückgegangen.
Natürlich gibt es auch Tage, an denen ich einfach Lust auf ungesundes Essen habe. Dann esse ich Pizza oder Süßes. Ich denke kurz darüber nach, entscheide mich dann aber bewusst dafür und finde das auch in Ordnung. Ein entspannter Umgang ist mir wichtig. Ich will mir nichts komplett verbieten, sondern bewusst genießen.
Aber warum das Ganze?
Mir ist klar geworden, dass es bei Gesundheit nicht nur darum geht, nicht krank zu sein. Es geht darum, wie ich mich im Alltag fühle. Habe ich genug Energie? Kann ich mich gut konzentrieren? Fühle ich mich wohl in meinem Körper? Genau dabei spielt Ernährung eine größere Rolle, als ich früher gedacht habe.
Hat sich meine Einstellung verändert?
Definitiv. Früher war gesunde Ernährung für mich eher ein „Muss“, auf das ich keine Lust hatte. Heute sehe ich sie als etwas, das mir guttut. Ich versuche nicht, alles perfekt zu machen, sondern bewusstere Entscheidungen zu treffen. Und das fühlt sich nicht nach Verzicht an, sondern eher nach einem kleinen Upgrade für mein Leben.
Gesund leben heißt nicht perfekt sein
Viele denken, gesund leben bedeutet, komplett auf alles Ungesunde zu verzichten. So sehe ich das nicht. Für mich geht es um Balance. Ich esse weiterhin Pizza und Süßes, aber eben nicht ausschließlich. Gleichzeitig achte ich mehr darauf, meinen Körper mit ausreichend Nährstoffen und Wasser zu versorgen.
Und ehrlich gesagt: Auch wenn ich mich gesund fühle, lohnt es sich, auf sich zu achten. Nicht, weil ich muss, sondern weil ich merke, dass es mir im Alltag einfach besser geht.
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