Ich sitze auf meinem Bett, das Handy in der Hand, und starre auf den Bildschirm. Vor ein paar Minuten habe ich noch überlegt, wie es nach der Matura weitergehen soll und jetzt ist mir plötzlich klar: Ich will ein Gap Year machen.
Mein Herz klopft schneller, während ich die Entscheidung endgültig treffe. Endlich die Welt sehen, neue Leute kennenlernen, arbeiten, Spaß haben und einfach ausprobieren, was das Leben so zu bieten hat.
Ich erzähle meinen Freundinnen davon, und ihre Augen leuchten sofort. „Das klingt mega! Lass uns zusammen nach New York fliegen!“ Wir lachen, machen Pläne, träumen von kleinen Jobs in Cafés oder Restaurants, von endlosen Spaziergängen durch die Stadt, von neuen Erfahrungen, die wir gemeinsam sammeln können. Meine Eltern schauen erst etwas überrascht, aber dann nicken sie. „Wenn du es wirklich willst, probier es aus. Es wird dich wachsen lassen“, sagen sie. Ich spüre eine Mischung aus Aufregung und ein bisschen Nervosität, aber vor allem Freude. Das ist mein Moment.
Ich habe so vieles im Kopf
Ich stelle mir schon vor, wie ich durch die Straßen New Yorks laufe, morgens in einem Café Kaffee serviere, neue Menschen treffe und jeden Tag ein kleines Abenteuer erlebe. Vielleicht wird es auch eine andere Richtung: auf Kinder aufpassen in einem fremden Land oder bei einer Oper mitarbeiten. Alles klingt spannend, alles fühlt sich möglich an. Ich merke, wie sehr ich es liebe, Pläne zu schmieden, Ideen zu sammeln, zu träumen, ohne dass es sofort festgelegt ist.
Zwischen all den Möglichkeiten denke ich auch darüber nach, was danach kommt. Studium? Vielleicht, aber nur, wenn es wirklich zu mir passt. Im Moment will ich zuerst erleben, ausprobieren und herausfinden, was ich wirklich mag. Dieses Jahr ist nicht nur eine Pause. Es ist eine Chance, mich selbst besser kennenzulernen, neue Erfahrungen zu machen und später bewusst Entscheidungen zu treffen.
Und während ich das hier alles in meinem Kopf durchspiele, merke ich: Ich bin bereit. Bereit für mein Abenteuer, bereit für das, was kommt, und vor allem bereit, die Welt auf meine eigene Art zu entdecken.
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