Letzte Woche hatte ich einen wichtigen Arzttermin. Alle Informationen dazu standen auf einem Terminblatt: Was ich mitnehmen musste, wann der Termin war und welche weiteren Termine darauf notiert waren. Dann legte ich das Blatt irgendwo hin. Als ich es später wieder brauchte, war es verschwunden.
In diesem Moment wurde mir klar, wie schnell wichtige Informationen im Alltag verloren gehen können. Genau daraus entstand meine Idee: ein persönlicher Erinnerungsbildschirm, der wichtige Aufgaben und Termine nicht nur speichert, sondern sie zum richtigen Zeitpunkt sichtbar macht.
Wie meine Idee entstanden ist
Eigentlich war nicht das verlorene Blatt das größte Problem, sondern die Informationen darauf. Darauf standen mehrere Dinge, die ich nicht vergessen durfte.
Deshalb wollte ich eine Lösung entwickeln, die solche Informationen zuverlässig speichert und mich rechtzeitig daran erinnert. Ich stellte mir einen Bildschirm vor, der an einer Wand zu Hause hängt. Auf diesem Bildschirm werden persönliche Termine und Aufgaben angezeigt.
Eine Erinnerung könnte zum Beispiel so eingegeben werden:
„Mittwoch, 7:30 Uhr: Sportsachen einpacken.“
Das System speichert die Erinnerung. Am Mittwochmorgen erscheint sie dann auf dem Bildschirm. Bei besonders wichtigen Aufgaben könnte zusätzlich eine zweite Erinnerung erscheinen, zum Beispiel:
„In 30 Minuten musst du los. Denk an deine Sportsachen!“
Damit wäre die Information nicht irgendwo auf einem Zettel oder nur in einer App gespeichert, sondern dort sichtbar, wo sie im Alltag regelmäßig wahrgenommen wird.
So würde das System funktionieren
Die Bedienung soll möglichst einfach sein. Man gibt eine Aufgabe, einen Termin oder eine Erinnerung ein und bestimmt, wann sie angezeigt werden soll.
Zum Beispiel:
Eingabe:
„Donnerstag, 16:00 Uhr – Unterlagen für den Termin mitnehmen.“
Gespeichert:
Donnerstag, 16:00 Uhr
Erinnerung:
Donnerstag, 15:00 Uhr: „Denk an die Unterlagen für deinen Termin.“
Weitere Erinnerung:
Donnerstag, 15:45 Uhr: „Du musst bald los – Unterlagen nicht vergessen.“
In meinem Entwurf würde der Bildschirm außerdem anzeigen, welche Aufgaben bereits erledigt sind. Dadurch könnte man schnell erkennen, was noch offen ist.
Mein kleiner Entwurf
Für einen ersten Versuch würde ich noch gar keinen fertigen Computer bauen. Ich könnte zunächst einen einfachen Papier- oder Bildschirm-Prototypen erstellen.
Auf dem Prototypen würde ich zum Beispiel die Erinnerung
„Montag, 7:30 Uhr: Trinkflasche einpacken“
eingeben.
Danach würde ich verschiedene Bildschirmansichten zeichnen: eine Ansicht für den Morgen, eine für bevorstehende Termine und eine für wichtige Aufgaben.
So könnte ich testen, ob die Informationen übersichtlich genug sind und ob die Erinnerung tatsächlich im richtigen Moment auffällt.
Was gibt es schon?
Meine Idee ist nicht einfach eine weitere Kalender-App. Bestehende Programme können bereits Termine und Aufgaben speichern und zu bestimmten Zeiten daran erinnern. Google Calendar kann beispielsweise Aufgaben mit Datum und Uhrzeit anzeigen und Benachrichtigungen dafür schicken. Auch Apples Erinnerungen können zeit- und sogar ortsabhängige Erinnerungen erstellen.
Auch smarte Bildschirme können Erinnerungen anzeigen. Bei Echo-Show-Geräten können beispielsweise Erinnerungen auf dem Bildschirm erscheinen.
Der besondere Ansatz meiner Erfindung wäre deshalb nicht, dass sie zum ersten Mal überhaupt an etwas erinnert. Meine Idee verbindet vielmehr einen zentralen Wandbildschirm mit einem bewusst einfachen Erinnerungssystem für den gesamten Alltag. Der Bildschirm soll nicht nur eine Kalenderübersicht sein, sondern die Information hervorheben, die gerade wichtig ist.
Dadurch könnte zum Beispiel morgens automatisch das Wichtigste für den Tag im Mittelpunkt stehen, während unwichtige Informationen im Hintergrund bleiben.
Für wen könnte das nützlich sein?
Das System könnte für viele Menschen interessant sein. Schülerinnen und Schüler könnten sich an Hausübungen, Abgaben oder Dinge für den nächsten Schultag erinnern lassen.
Familien könnten gemeinsame Termine und Aufgaben auf einem Bildschirm sehen. Zum Beispiel könnte dort stehen:
- „17:00 Uhr – Fußballtraining“
- „Morgen – Ausflug“
- „Heute – Formular abgeben“
- „Nicht vergessen – Sportsachen mitnehmen“
Auch Erwachsene könnten das System für Arbeitstermine, Einkäufe oder andere wichtige Aufgaben verwenden.
Datenschutz ist wichtig
Da auf dem Bildschirm persönliche Termine gespeichert werden, muss auch der Datenschutz eine wichtige Rolle spielen.
Ich würde deshalb vorsehen, dass nur die notwendigen Informationen gespeichert werden. Persönliche Daten sollten verschlüsselt übertragen und gespeichert werden. Außerdem sollte jeder selbst bestimmen können, welche Informationen auf dem Bildschirm sichtbar sind.
Besonders sensible Informationen könnten beispielsweise nur nach einer PIN oder einer anderen persönlichen Freigabe angezeigt werden.
Warum könnte meine Idee hilfreich sein?
Ich glaube, dass das Problem nicht darin liegt, dass es zu wenige Kalender gibt. Das Problem ist eher, dass wir trotz Kalendern und Erinnerungen manchmal im entscheidenden Moment nicht an etwas denken.
Meine Idee setzt deshalb auf einen sichtbaren, zentralen Erinnerungsort. Statt selbst ständig nachzusehen, was als Nächstes ansteht, soll der Bildschirm die wichtigste Information zum passenden Zeitpunkt hervorheben.
Die Erfindung soll also nicht einfach „mehr Erinnerungen“ erzeugen. Sie soll dabei helfen, die richtige Erinnerung zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sehen.
Aus einem verlorenen Terminblatt entstand dadurch die Idee für einen persönlichen Erinnerungshelfer, der den Alltag übersichtlicher und stressfreier machen könnte.
Kommentare