Der Duft von frischem Teig liegt in der Luft, meine Hände sind leicht klebrig, und vor mir entsteht langsam ein geflochtener Zopf. Gemeinsam mit anderen forme ich ein Osternest, vorsichtig, Schritt für Schritt. Es ist ungewohnt, aber macht Spaß und genau so beginnt unser Tag am Grottenhof bei Graz.
Am 24. März besuchten alle drei 3. Klassen meiner Schule den Tag der offenen Tür am Grottenhof. Die Anfahrt verlief entspannt: Mit den schuleigenen Bussen machten wir uns auf den Weg. Die rund 45-minütige Fahrt nutzten wir zum Plaudern und Lachen. Natürlich ließen es sich viele nicht nehmen, auch mit Herrn Spari zu sprechen, der von der Mittelschule St. Ruprecht gewechselt hatte und den viele von uns noch als Werklehrer kannten und sehr mochten.
Erste Eindrücke
Am Grottenhof angekommen, wurden wir freundlich von einem Team aus SchülerInnen empfangen, die uns durch den Tag begleiteten. Auch der Direktor begrüßte uns und stellte die Schule kurz vor. Danach konnten Fragen gestellt werden, bevor wir uns in drei Gruppen aufteilten. Jede Gruppe erhielt einen Stempelpass, mit dem wir die verschiedenen Stationen besuchen konnten, insgesamt acht spannende Mitmachstationen warteten auf uns.
Stationen und Aktivitäten
Motiviert starteten wir zu den ersten Stationen. Neben dem Backen der Osternester lernten wir auch, wie man einen Zopf richtig flechtet und worauf es beim Backen ankommt. Danach ging es zur Lötstation, wo wir unser eigenes Jausenbrett mit unserem Namen beschriften durften, das kam später noch zum Einsatz.
Weitere Stationen führten uns zum Schweißen, in die Fleischerei, in den Kuhstall und in viele andere Bereiche der Landwirtschaft. Überall konnten wir selbst etwas ausprobieren und bekamen Einblicke in den Schulalltag.
Ein besonderes Highlight war für viele die Station von Herrn Spari. Als sich herumsprach, dass er dort ist, machten sich alle schnell auf den Weg. Die Wiedersehensfreude war groß, und es wurde erst einmal viel geredet und gelacht. Danach teilten wir uns erneut in Gruppen auf.
Wir lernten, wie und wofür eine Kettensäge eingesetzt wird, und bekamen eine Scheibe Birkenholz. Anschließend durften wir in der Werkstatt selbst verschiedene Teile bearbeiten und zusammenbauen. Das war besonders spannend, weil wir aktiv mitarbeiten konnten.
Zurück im Schulgebäude spielten wir gemeinsam eine Runde Kahoot und mussten Blätter verschiedenen Bäumen zuordnen. Danach ging es in die Cafeteria, wo sich bereits viele hungrige SchülerInnen versammelt hatten. Da alle 3. Klassen gleichzeitig zu Besuch waren, durften wir uns ausnahmsweise vorne anstellen.
Abschluss und Heimfahrt
Zum Abschluss holten wir unsere selbstgemachten Osternester aus der Bäckerei ab und konnten sie direkt essen. Danach ging es zurück zur Schule. Die letzte halbe Stunde verbrachten wir entspannt in der Bücherei.
Insgesamt war es ein sehr schöner und informativer Tag. Besonders gut gefallen haben mir die vielen praktischen Stationen, bei denen wir selbst etwas ausprobieren konnten. Allerdings waren es etwas zu viele Stationen, sodass oft nicht genug Zeit blieb, um alles in Ruhe zu machen oder Fragen zu stellen. Die Schule selbst wirkte sehr modern und gut ausgestattet.
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