Stell dir vor, du müsstest dein ganzes Leben lang durch einen Strohhalm atmen. Genau so fühlt sich der Alltag für viele überzüchtete Hunde an. Ihre extrem kurzen Schnauzen sehen zwar niedlich aus, erschweren ihnen aber das Atmen. Schon ein kurzer Spaziergang oder ein warmer Sommertag kann für sie zur echten Belastung werden.
Und das ist längst nicht alles. Manche Hunde leiden unter schmerzhaften Gelenken, entzündeten Hautfalten oder Augenproblemen. Was für uns nur wie ein besonderes Aussehen wirkt, bedeutet für die Tiere oft ein Leben mit Schmerzen.
Warum werden solche Hunde überhaupt gezüchtet?
Die Antwort ist einfach. Weil sie gefragt sind. Je häufiger wir Bilder von niedlichen Hunden in den sozialen Medien sehen, desto mehr Menschen wünschen sich genau so einen Vierbeiner. Doch oft wird vergessen, dass hinter den Likes und süßen Videos ein echtes Lebewesen steckt , eines, das sich sein Aussehen nicht ausgesucht hat.
Was wir verändern können
Zum Glück können wir etwas dagegen tun. Wer sich einen Hund wünscht, sollte nicht nur nach dem Aussehen entscheiden. Viel wichtiger ist die Gesundheit des Tieres. Informiere dich über die Rasse, unterstütze verantwortungsvolle Züchter oder schenke einem Hund aus dem Tierheim ein neues Zuhause. So hilfst du mit, dass Gesundheit wichtiger wird als ein fragwürdiges Schönheitsideal.
Nicht alles, was süß aussieht, ist auch gut. Vielleicht sollten wir beim nächsten Hundevideo nicht nur auf die niedliche Knubbelnase achten, sondern uns fragen: Kann dieser Hund überhaupt frei atmen?
Denn ein Hund sollte nicht dafür bewundert werden, wie außergewöhnlich er aussieht, sondern dafür, dass er gesund, glücklich und ohne Schmerzen leben kann.
Kommentare