Die Jungs aus meiner damaligen Volksschulklasse hatten wohl schon immer gern Fußball gespielt. Da kann es auch schon mal sein, dass das Fußballspielen am Morgen in den Schulgang verlegt wird. Vor allem im Winter ist es draußen viel zu kalt, und dann muss man auch nicht auf die Uhr schauen.
Aber ein Problem bleibt trotzdem: Wo soll man denn den Fußball herbekommen? Naja, im Schulgang gibt es nicht ganz so viel möglichen Ersatz dafür. Mit einem Stuhl oder Tisch ist das Ganze ja nicht ganz so einfach. Also muss man eben kreativ werden. Eines Morgens werden kurzerhand die Hausschuhe eines Jungen zum beliebten Sportgerät.
Das kleine Problem an der Sache
Das klingt doch erst einmal nach einer guten und einigermaßen sicheren Beschäftigung. Ich bin sicher, die drei hatten eine gute Zeit im Schulgang – am Anfang zumindest. Zum Problem wird das Ganze erst, wenn das Tor vielleicht eine etwas ungewöhnliche Position einnimmt.
Ob es wirklich das Tor war oder die Jungs den „Ball“ aus anderen Gründen dorthin geschossen haben, wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Aber der Hausschuh landete so oder so über den Köpfen der Jungs an der Decke. Von dem Ereignis zeugte nun ein Loch darin. Der Hausschuh war meines Wissens zum Glück wieder am Boden gelandet. Ohne ihn wäre es für den Besitzer für den restlichen Tag ja schwierig geworden.
Die Lehrerin war natürlich nicht unbedingt begeistert von dem Vorfall. Was genau die Konsequenzen für die Jungs waren, ist mir nicht mehr in Erinnerung geblieben. Aber ich meine mich an einen Ausschluss der Fußballspieler vom Turnunterricht für diesen Tag zu erinnern.
Und auch das Loch musste natürlich wieder geschlossen werden. Es ist auf jeden Fall eine Geschichte, die uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
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