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Warmes Wetter, Aufschiebe-Taktiken und wieder mal das Handy

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Volontärin · BG / BRG Schwechat
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20.03.2026
2 Min.

Im Alltag passieren uns ständig kleine Dinge, die wir oft kaum beachten und als unspektakulär empfinden. Erst wenn ich genauer hinschaue, fallen mir Veränderungen in der Umgebung und das Verhalten von Menschen sowie mein eigenes Handeln auf. Die Beobachtungen, die ich in den letzten Tagen gemacht habe, zeigen mir, wie gewöhnlich bestimmte Situationen mit der Zeit für uns werden.

Mit der Sonne verbessert sich unsere Laune. (Foto: Flusss/pixabay)

Oft sind es nicht die großen Ereignisse, sondern die kleinen, unscheinbaren und bereits gewohnten Situationen, die mich zum Nachdenken bringen. Ich habe mir Zeit genommen, genauer hinzusehen und Verhaltensweisen und Muster entdeckt, die uns im Alltag sonst meistens entgehen. Genau solche Beobachtungen empfinde ich als besonders wichtig, um meinen Horizont zu erweitern.

Die ständigen Blicke auf das Handy

Mir ist aufgefallen, dass beim Warten auf den Bus fast alle Menschen gleichzeitig auf ihr Handy schauen. Es ist ruhig, obwohl so viele Menschen nebeneinander stehen. Niemand schaut den anderen an oder redet miteinander, selbst wenn es vermutlich vertraute Personen waren, herrscht oftmals Funkstille. Ich habe verstanden, wie selbstverständlich dieses Verhalten geworden ist. Wir sind alle miteinander verbunden und doch so weit von einander entfernt. Auch mich erwische ich oft, wenn ich in mein Handy vertieft bin, während ich unter anderen Leuten bin.

Alles schöner, wenn es wärmer wird?

Die Temperaturen steigen wieder, draußen wird es wärmer, die Menschen wirken plötzlich befreiter und offener. Sie entwickeln eine gewisse Leichtigkeit, wenn die ersten Sonnenstrahlen sich zeigen. Jacken werden ausgezogen, viele gehen das erste Eis essen und manchmal sehen wir sogar Freude, die vorher nicht so zum Vorschein kamen. Die Stimmung geht nach oben und auch ich finde, dass es ein anderes Gefühl vermittelt, wenn wir in der Früh gleich mit strahlendem Himmel aufstehen.

Die Lust am Aufschieben

Oft schiebe ich Dinge auf, obwohl ich weiß, dass ich sie eigentlich gerade erledigen könnte. Statt anzufangen, finde ich schnell andere kleine Aufgaben, die ich dann gut als Ausrede benutzen kann. Oft brauche ich den Druck jedoch auch, wenn ich weiß, nicht mehr viel Zeit für die Aufgabe zu haben. Trotzdem frage ich und viele andere Menschen sich wahrscheinlich öfters auch, warum wir denn nicht früher angefangen haben.

Ich habe gemerkt, dass genau diese kleinen Ereignisse, die für uns eigentlich schon normal sind, die sind, die unser Leben formen. Wenn wir einmal etwas genauer hinsehen, können wir echt Einiges über uns und unser Umfeld erfahren. Vielleicht sind es gerade unscheinbare Momente, die mehr über das Leben aussagen als große Ereignisse. Wir sollten diese eigentlich genauso besonderen Ereignisse mehr wahrnehmen und genießen können.



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