Ich betrete die Haustür, genau so, wie ich sie verlassen habe, allein. Ein wenig FOMO und zugegebenermaßen manchmal auch ein wenig Einsamkeit sind mir dicht auf den Fersen.
Neuer Tag, neues Alleinsein. Schon wieder haben alle meine Freunde keine Zeit und die Wahl zwischen alleine sein oder in Selbstmitleid zu versinken, liegt gefährlich nah beieinander.
Ich sehe die Instagram-Stories meiner Freunde und frage mich, ob ich etwas verpasse. Schnell bin ich gefangen in einem Gedankenkarussell von „ich verpasse meine Jugend“ bis „sie wollen mich einfach nicht dabeihaben“.
Neuer Tag, neues Glück
Aber neuer Tag, neues Glück und ich raffe mich auf. Ziehe mein Lieblingsoutfit an einem langweiligen Tag an, schnappe mir mein Skateboard und fahre an meinen Lieblingsort. Inzwischen ist es mein Lieblingsort, nicht der Lieblingsort meiner Freunde und mir, nein dieser Ort ist nur für mich.
Mit der Sonne im Gesicht öffne ich mein Buch, für das ich endlich Zeit gefunden habe, es zu lesen, und genieße, wie die warmen Lichtstrahlen auf meiner Haut tanzen. Und während ich dort sitze und mein Buch kurz zur Seite lege, um ein wenig nachzudenken, fällt mir auf, dass alleine sein auch schön sein kann. Sogar ziemlich schön um genau zu sein.
Ich genieße die Ruhe und das Gefühl nicht ständig etwas sagen zu müssen. Denn je öfter ich die Sonnenstrahlen an meinem Lieblingsort genieße, desto öfter fühlt sich alleine sein nicht mehr nach Einsamkeit an.
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