Es läuft die zweite Halbzeit, der GAK führt deutlich. Die Mannschaft spielt sich in einen Rausch, kombiniert schnell, trifft sicher, am Ende steht ein beeindruckendes 5:1 gegen die WSG Tirol. Ein Spiel, das eigentlich nur gefeiert werden sollte. Doch dann kommt dieser eine Moment.
Ein langer Ball, ein harter Zweikampf im Mittelfeld. Christian Lichtenberger geht entschlossen hinein, genau wie Tirol-Verteidiger Jamie Lawrence. Sekunden später liegen beide am Boden. Während das Spiel stillsteht, wird sofort klar: Das war mehr als ein normaler Zusammenstoß. Lichtenberger hält sich das Gesicht, Betreuer eilen herbei. Diagnose: Nasenbeinbruch.
Für einen kurzen Moment tritt der sportliche Erfolg in den Hintergrund. Der Mittelfeldspieler muss vom Platz, während seine Mitspieler den Sieg zu Ende bringen. In der Kabine mischen sich später Freude und Sorge.
Es hätte schlimmer sein können
Doch es gibt Entwarnung. Die Verletzung ist zwar schmerzhaft, aber nicht langfristig. In einem kurzen Eingriff wird die Nase gerichtet, und schon beim nächsten Heimspiel im Stadion Graz-Liebenau gegen Blau-Weiß Linz am 4. April könnte Lichtenberger wieder auflaufen.
Am Tag danach wirkt alles etwas ruhiger. Während die Stammspieler regenerieren, stehen neun Feldspieler und drei Torhüter beim Training auf dem Platz. Die Stimmung ist gut, der Sieg gibt Selbstvertrauen. Auch wenn mit Thomas Schiestl ein weiterer Spieler leicht angeschlagen ist und Langzeitverletzte weiterhin fehlen, zeigt sich der GAK stabil.
Der Abend in Tirol bleibt also in Erinnerung, als ein Spiel voller Dominanz, Emotionen und einem Moment, der zeigt, wie nah Erfolg und Rückschlag im Fußball beieinanderliegen.
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